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Reiterbögen: Archäologie. Rekonstruktion. Experiment

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MAMUZ Schloss Asparn/Zaya MAMUZ Schloss Asparn/Zaya

Reiterbögen: Archäologie. Rekonstruktion. Experiment. 

Die Reiterkrieger der Skythen, Hunnen, Awaren und Ungarn waren wegen ihrer Kampftechnik mit Pfeil und Bogen gefürchtet. Ihre Bögen waren aus Holz, Horn und Sehnen zusammengesetzt, was ihnen eine enorme Kraft verlieh. Aber was bleibt von den Bögen nach Jahrhunderten im Boden übrig? Was können Experimentalarchäologen daraus lesen, um einen Bogen rekonstruieren zu können? Und wie verwendeten die Reiterkrieger Pfeil und Bogen? Die Ausstellung „Reiterbögen: Archäologie. Rekonstruktion. Experiment“ begibt sich im MAMUZ Schloss Asparn/Zaya nicht nur auf die archäologischen Spuren historischer Reiterbögen, sondern beschäftigt sich auch mit ihrer komplexen Rekonstruktion und ihrer Handhabung.

DIE ARCHÄOLOGISCHEN SPUREN DER REITERKRIEGER UND IHRER BÖGEN
Mit der Ausstellung „Reiterbögen: Archäologie. Rekonstruktion. Experiment“ widmet sich das MAMUZ Schloss Asparn/Zaya den historischen Reiterbögen der Reiterkrieger aus den weiten Steppen Eurasiens. Die Bögen der Skythen, Hunnen, Awaren, aber auch Ungarn, Kumanen, Mongolen und Türken finden ihren Platz in der Ausstellung. Dabei wird ein zeitlicher Bogen von 500 v.Chr. bis 1600 n.Chr. gesponnen. Aber nicht nur ihre Bögen werden in einen Kontext gestellt, sondern auch die jeweiligen Pfeile und Köcher vermitteln auf beeindruckende Weise die Kampfkunst zu Pferd. „Die Chinesen nannten sie sehr treffend ‛große Familie bogenspannender Völker’. Von den Skythen bis zu den Türken führte jedes reiternormadische Volk den Bogen als Waffe, doch die Details machen jeden Typ einzigartig“, weiß Attila Kiss, einer der Kuratoren der Ausstellung. Was übrig bleibt sind je nach Zeitstellung und Bodenverhältnissen Geweih, Knochen und Metall oder auch ganze Bögen. Die Ausstellung zeigt ebenso historische Funde, wie Bogenversteifungen, Köcherelemente oder Pfeilspitzen, die Experimentalarchäologen jede Menge über die Bogenschützen verraten. Als besonderes Highlight ist ein bemalter türkischer Bogen aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.

EXPERIMENT: REITERBOGEN
Ein weiteres Highlight der Ausstellung ist ein Bogen, der 2010 vergraben und nach drei Jahren wieder ausgegraben wurde. Ziel dieses Experimentes war es, den Zerfall der einzelnen Materialien im Boden zu testen.  „Das Experiment ist nicht nur eine Besonderheit der Ausstellung, sondern repräsentiert auch ein Herzstück dessen, wofür das MAMUZ Schloss Asparn/Zaya steht. Die experimentelle Archäologie bildet ein bedeutendes Fundament für das MAMUZ als Wissenszentrum und Erlebnismuseum“, freuen sich Peter Fritz, Geschäftsführer des MAMUZ und Franz Pieler, wissenschaftlicher Leiter des MAMUZ.

DIE HANDHABUNG EINES REITERBOGENS
Die Ausstellung beschäftigt sich zudem mit der Verwendung eines Reiterbogens. Ein historischer Text, der im 17. Jahrhundert am Palast des türkischen Sultans entstand, beschreibt ein Training mit Pfeil und Bogen und liefert somit Erkenntnisse zur Ausbildung und wie hart diese gewesen sein muss. Das praktische Verständnis gewährt ein weiteres Experiment, in dessen Rahmen Schusstests mit unterschiedlichen Bögen und Pfeile durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, welche Effekte die verschiedenen Bogentypen mit unterschiedlichen Spitzen auf den Pfeilen haben.

Zum einzigartigen 3D Rundgang durch die Ausstellung.

 

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit von MAMUZ, Zengő Nyíl Hagyományőrző Lovas- és Íjászegyesület und MAGYAR TÖRTÉNELMI ÍJÁSZ TÁRSASÁG

Ab sofort ist im Museumsshop das Begleitheft zur Ausstellung erhältlich.

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